Lohnfortzahlungsbetrug in Kassel
Drei unserer Wirtschaftsdetektive kamen im Frühjahr diesen Jahres in Kassel zum Einsatz, um dort einen schon seit einigen Wochen arbeitsunfähig erkrankten Fliesenleger zu observieren. Sein Chef hatte bereits vergeblich über den arbeitsmedizinischen Dienst der Krankenkassen eine Untersuchung durchführen lassen. Häuften sich in den letzten Wochen jedoch die – teils anonymen – Hinweise, dass der angeblich mit starken Rücken- und Knieproblemen erkrankte Mitarbeiter fleißig private Baustellen „schwarz“ betreute und ausführte.
Unsere Detektive observierten den angeblich kranken Mitarbeiter an fünf Tagen, jeweils von 06:00 Uhr – 18:00 Uhr und konnten so nicht nur nachweisen, dass dieser fast täglich um kurz nach 07:00 Uhr das Haus verließ, sondern auch dass dieser dann zu verschiedenen Baustellen, vorzugsweise in Neubaugebieten, fuhr und dort Bäder, Küchen und Böden flieste, sondern auch dass dieser Handzettel über seine Frau in Neubaugebieten verteilen lies und in diesen Handzetteln unter einer Handynummer und einer E-Mail Adresse gezielt seine Dienstleistung anbot.
Insgesamt führte der Fliesenleger in der Observationswoche 48 Arbeitsstunden an vier verschiedenen Baustellen aus und zeigte hierbei keinerlei gesundheitliche Einschränkungen, wie durch foto-/ videogestützte Beweisführung zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.
Der Fliesenleger wurde zwischenzeitlich fristlos entlassen und die Angelegenheit wurde wegen Verdachts des Lohnfortzahlungsbetruges bereits der Staatsanwaltschaft übergeben.

