Lohnfortzahlungsbetrug in München

Der Koch eines Münchner Edelrestaurantes glänzte im letzten Jahr eher durch eine ungewöhnlich Hohe Anzahl von Fehltagen, als durch seine Leistungen. Gleichzeitig häuften sich die Lohn- und Gehaltspfändungen für den Koch bei seinem Chef. Als der Koch nun wieder einmal arbeitsunfähig krank war, schaltete der Restaurantbesitzer drei unserer in München stationierte Detektive ein, um den angeblich kranken Koch für zunächst zwei bis drei Tage zu observieren.

Bereits am ersten Observationstag konnten unsere Detektive feststellen, dass besagter Koch Nachmittags in ein völlig anderes Restaurant im Münchner Stadtteil Bogenhausen fuhr und dort durch einen Hintereingang verschwand.

Nach einiger Zeit verschaffte sich einer unserer Detektive – unter sachlichem Vorwand, mit einer Kugelschreiberkamera „bewaffnet“ – Zutritt zur dem Hintereingang und landete in der Küche. Unser Koch stand dort – zusammen mit zwei Beiköchen und einer Küchenhilfe – und bruzzelte feinste Leckereien. Unserem Detektiv gelang es zehn Fotos unbemerkt zu fertigen, die den angeblich kranken Koch bei der Arbeit zeigten.

Auch an den beiden folgenden Observationstagen, die auf ausdrücklichen Wunsch unseres Mandanten noch durchgeführt wurden, um die Sache „wirklich wasserdicht“ zu kriegen, arbeitete der Koch in besagtem Bogenhausener Restaurant.

Offenbar arbeitete der Koch dort regelmäßig, immer wenn viel zu tun war, in diesem Restaurant und besserte sich damit seine Haushaltskasse auf, da sein Einkommen wohl nach seiner Auffassung nicht für seinen Lebensstil ausreichend war.

Quittung für den Koch: Fristlose Kündigung, Strafanzeige, Rückforderung von ungerechtfertigt bezogenem Lohn und Rückforderung von Sozialbeiträgen seiner Krankenkasse.